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Aktuelle Meldungen

Gender Dentistry International: Neuer Wissenschaftspreis ausgeschrieben

News vom 27. September 2016

Wissen fördern und Wissen fordern – unter dieser Überschrift steht die Ausschreibung des neuen Wissenschaftspreises des Gender Dentistry International e.V. rund um geschlechterspezifische Aspekte in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, der in diesem Jahr erstmals verliehen werden wird....

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Wissen fördern und Wissen fordern – unter dieser Überschrift steht die Ausschreibung des neuen Wissenschaftspreises des Gender Dentistry International e.V. rund um geschlechterspezifische Aspekte in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, der in diesem Jahr erstmals verliehen werden wird. „Schon vor Gründung unserer Fachgesellschaft im Jahr 2011 haben wir gesehen, dass nicht nur in der Medizin berechtigterweise immer öfter der Blick auf das Geschlecht des Patienten fällt, wenn es um die für ihn beste Therapie geht“, sagt PD Dr. Dr. Christiane Gleissner, Präsidentin des GDI, „sondern dass wir in der Zahnmedizin ebenfalls Daten haben, die Konsequenzen einfordern.“ Zumindest da, so Gleissner, wo die Daten relevante Unterschiede erkennen lassen und Anlass zu einer Überprüfung des Behandlungskonzeptes einfordern. Nach wie vor würden in der Zahnmedizin zu selten Studien geschlechterspezifisch ausgewertet: „Beim Studiendesign sehen wir zwar, dass Daten von Frauen und Männern erhoben wurden, fragen wir aber nach entsprechenden Auswertungen, stoßen wir immer wieder auf Irritation. Das muss ein Ende haben – und auch dafür steht der neue Wissenschaftspreis. Wir fördern entsprechende Studien, aber wir fordern sie auch! Die bisher zur Verfügung stehenden Daten liefern genug Anhaltspunkte, dass ein Arbeiten an diesem Thema mehr als gerechtfertigt ist. Denen, die an weiteren Erkenntnissen arbeiten, zollen wir Anerkennung und Dank. Dafür steht der neue Preis.“

Genaugenommen sind es zwei Preise, die der GDI verleiht – zum einen den dotierten „Nolting Award for Studies in Gender Dentistry“, der sich an junge Kolleginnen und Kollegen richtet und Dissertationen, Promotionsarbeiten oder Masterthesen auszeichnet, zum anderen den „GDI Award for Excellence in Gender Dentistry“, mit dem beispielsweise Hochschullehrer für ihr Engagement in Forschung und Lehre geehrt werden.

Benannt ist der Nolting Award for Studies in Gender Dentistry nach seinem Stifter, Dr. Tim Nolting M.Sc., Vizepräsident des GDI. „Als Sohn eines Endokrinologen war mir eine differenzierte Blickweise auf die Prozesse des menschlichen Körpers immer schon sozusagen mit dem Frühstücksbrot eingegeben,“ so Nolting. „Alle Menschen sind doch individuell beispielsweise in Alter, Herkunft, aber eben auch Geschlecht, und müssen auch so in der Diagnose und Therapie behandelt werden. Ich habe lange nach Mitstreitern für diese Idee gesucht, die bei vielen damals Kopfschütteln ausgelöst hat. Nun sind wir soweit, dass der Begriff “Gender„ nicht mehr wie ein Schimpfwort verwendet wird.“ Unter Gender sei nicht nur der biologische Unterschied zu verstehen, sondern eben auch der soziale Unterschied wie Bildung, soziales Umfeld, ethnischer Einfluss und vieles mehr. „Ich habe immer angemahnt, dass man individuell therapieren muss, nicht über einen Kamm scheren darf. Mit der Aufgabe als GDI-Vizepräsident sehe ich mich in der Verantwortung, andere zu ermutigen, ebenso differenzierend an Patienten und Forschungsfragen heranzugehen.“ Mit der Stiftung des alle zwei Jahre verliehenen Förderpreises möchte er erreichen, dass die entsprechende Herangehensweise in der Forschung einen größeren Stellenwert erhält: „Dieser Preis soll junge Forscher anregen“, so Nolting, „den Blick auch auf die feinen Unterschiede zu richten, damit unsere Therapie individueller und damit treffsicherer wird.“ Die Gender Dentistry stecke zwar nicht mehr in den Kinderschuhen, es sei aber noch ein weiter Weg, „bis wir wie selbstverständlich in allen Bereichen damit umgehen. Ich bin begeistert, wieviel wir vom ersten Ideenfunken bis heute schon erreicht haben und die gläserne Gedankendecke in vielen Köpfen aufsprengen konnten, die vieles bisher verhindert hat.“


HINWEISE ZU DEN EINREICHUNGSFRISTEN
Alle Angaben finden Sie unter dem nachstehenden Link.

Bild: GDI-Präsidentin PD Dr. Dr. Christiane Gleissner und Dr. Tim Nolting M.Sc., Vizepräsident und Stifter des "Nolting Award for Studies in Gender Dentistry"

 

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GENDERMEDIZIN: Lungenkrebs bei Frauen nimmt dramatisch zu

News vom 18. Mai 2016

Aus dem Deutschen Ärzteblatt:

Männer erkranken häufiger als Frauen an Krebs und sterben früher daran. "Dabei spielen biologischen Faktoren, wie etwa der Hormonstatus eine wichtigere Rolle als kulturelle", so Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen...

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Aus dem Deutschen Ärzteblatt:

Männer erkranken häufiger als Frauen an Krebs und sterben früher daran. "Dabei spielen biologischen Faktoren, wie etwa der Hormonstatus eine wichtigere Rolle als kulturelle", so Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft beim Bundeskongress Gendermedizin am 12. Mai 2016 in Berlin.

Bild: Fotolia/Anton Gvozdikov

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KARDIOLOGEN: Vorhofflimmern bei Frauen und Männern: Auf der Suche nach geschlechtsspezifischer Vorbeugung

News vom 30. März 2016

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie öffnet sich immer mehr geschlechterspezifischen Fragen.
Dekofoto: Fotolia/Picture Factory

Aktuelle Pressemeldung der DGK:

"Unterschiedliche Zusammenhänge zwischen klassischen Risikofaktoren und Vorhofflimmern bei Frauen und...

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Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie öffnet sich immer mehr geschlechterspezifischen Fragen.
Dekofoto: Fotolia/Picture Factory

Aktuelle Pressemeldung der DGK:

"Unterschiedliche Zusammenhänge zwischen klassischen Risikofaktoren und Vorhofflimmern bei Frauen und Männern könnten Hinweise auf Unterschiede bei der Entstehung und Entwicklung dieser häufigsten Herzrhythmusstörung geben. Neue Studienergebnisse legen die Suche nach geschlechtsspezifischen Präventionsstrategien nahe, berichten Expertinnen auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim.

Unterschiedliche Zusammenhänge zwischen klassischen Risikofaktoren und Vorhofflimmern bei Frauen und Männern könnten Hinweise auf Unterschiede bei der Entstehung und Entwicklung dieser häufigsten Herzrhythmusstörung geben. Neue Studienergebnisse legen die Suche nach geschlechtsspezifischen Präventionsstrategien nahe. Das berichtet PD Dr. Renate Schnabel (Universitäres Herzzentrum Hamburg) auf der 82. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim, zu der mehr als 8.500 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern zusammentreffen. Vorhofflimmern ist die häufigste andauernde Rhythmusstörung, mit stark zunehmender Häufigkeit und mit deutlichen Geschlechterunterschieden, was die Zahl der Betroffenen angeht. Dr. Schnabel: „Ob die über die letzten Jahre etablierten Risikofaktoren zu diesen Unterschieden beitragen, ist nicht sicher bekannt.“

PD Dr. Schnabel untersuchte in Querschnittsanalysen der Gutenberg Gesundheitsstudie mit mehr als 15.000 Teilnehmern klassische Risikofaktoren, häufige Symptome, kardiale Struktur und Funktion sowie Begleiterkrankungen bei Menschen mit Vorhofflimmern. Dabei zeigte sich, dass Männer im Vergleich zu Frauen mehr kardiovaskuläre Risikofaktoren sowie mehr bestehende kardiovaskuläre Erkrankungen hatten. Nach weiterer Verfeinerung des Studiendesigns blieben Geschlechterunterschiede bezüglich HDL- und LDL-Cholesterin im Zusammenhang mit Vorhofflimmern bestehen: Frauen mit Vorhofflimmern hatten im Schnitt ein um 3,4 mg/dl niedrigeres HDL-Cholesterin als Frauen ohne Vorhofflimmern, während sich bei Männern hier kein Zusammenhang zeigte. Bei Frauen wiederum ließen sich keine Zusammenhänge zwischen LDL-Cholesterin und Vorhofflimmern nachweisen, während bei Männern mit Vorhofflimmern ein um durchschnittlich 8,1 mg/dl niedrigeres LDL-Cholesterin gemessen wurde.

Sowohl Frauen als auch Männer hatten eine höhere Wahrscheinlichkeit, gleichzeitig mit dem Vorhofflimmern auch an einer koronaren Herzerkrankung oder Herzinsuffizienz zu leiden oder einen Schlaganfall zu bekommen. Hier zeigten sich keine Geschlechterunterschiede, ebenso wenig bei Symptomen oder bei kardialer Struktur und Funktion.

In der Langzeitstudie FINRISK (38.333 Teilnehmer) wurde ebenfalls am Universitäten Herzzentrum Hamburg der Zusammenhang zwischen klassischen Risikofaktoren und dem Auftreten von Vorhofflimmern über den Zeitraum von maximal 28 Jahren bestimmt. Bei Männern traten mehr Vorhofflimmerfälle (8,1 Prozent) auf als bei Frauen (5,5 Prozent). Das kardiovaskuläre Risikoprofil und Lipidprofil bei der Ausgangsuntersuchung war bei Männern ungünstiger als bei Frauen. Geschlechterunterschiede wurden beobachtet für den Zusammenhang von Bluthochdruck mit Vorhofflimmern, HDL-Cholesterin mit Vorhofflimmern und Gesamtcholesterin-Konzentrationen. Das Risiko für Vorhofflimmern assoziiert mit Bluthochdruck war bei Frauen größer als bei Männern. Eine höhere Konzentration von HDL-Cholesterin war assoziiert mit einem niedrigeren Risiko für Vorhofflimmern bei Frauen, nicht jedoch bei Männern.

„Wenn unsere Beobachtungen unterschiedlicher Assoziationen von klassischen Risikofaktoren mit Vorhofflimmern bestätigt werden, kann dies Hinweise auf eine unterschiedliche Pathogenese von Vorhofflimmern geben“, so Dr. Schnabel. „Diese Ergebnisse legen zudem die Suche nach möglichen geschlechtsspezifischen Präventionsstrategien nahe.“

Quelle: DGK Abstract P 1696, Schnabel et al., Gender differences in atrial fibrillation manifestation and risk factors in a population-based cohort – The Gutenberg Health Study. Clin Res Cardiol 105, Suppl 1, March 2016; DGK Abstract P 1697, Johannsen et al., Gender differences in atrial fibrillation risk, the FINRISK Study. Clin Res Cardiol 105, Suppl 1, March 2016"

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